Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr


Schwere Einsätze bewältigt wie die Großen! Der Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Schwörstadt war ein voller Erfolg! Jugendfeuerwehrwart S. Schmidt war sehr zufrieden.

Endlich war es soweit! Der große Tag für die 15 Jungen und einem Mädchen stand bevor! Nach ca. einer Woche mühsamer Vorbereitungen konnte die Jugendfeuerwehr der Abteilung Schwörstadt ihren "Berufsfeuerwehrtag" am Freitag, den 30. und Samstag, den 31. Juli 2004 durchführen, bei dem neben Spaß und Geselligkeit hauptsächlich die Feuerwehrarbeit auf dem Plan stand.

Am Freitagabend wurde um 17:00 Uhr das Gerätehaus durch die 16 "Einsatzkräfte" der Jugendfeuerwehr Schwörstadt besetzt. Die Einsatzkräfte wurden auf ihre Fahrzeuge eingeteilt, Umkleide-, Schlaf- und Aufenthaltsräume eingerichtet! Um 18:00 Uhr stand eine zweistündige Übung beim Sportplatz auf dem Programm - ein Löschangriff wurde auf den Festschopf vorgenommen.

Nach dem Aufrüsten der drei Fahrzeuge (LF16-TS, TLF8 und MTW) ging die Mannschaft mit einem Grill- und DVD-Abend zum gemütlichen Teil über. Doch dieser war bald vorbei! Es war schon dunkel, kurz vor 23.00 Uhr ertönte die alte Handsirene der Feuerwehr Schwörstadt. Schnell waren die Einsatzkräfte ausgerüstet und so konnten sie nach einer Minute ausrücken. Die Leitstelle meldete einen Dachstuhlbrand bei der Kläranlage Schwörstadt. Mit Blaulicht ging es zum Brandobjekt. Während der Erkundung des Gruppenführers bauten die Einsatzkräfte Beleuchtung und die Wasserversorgung auf und brachten zwei Rohre in Stellung. Es war aber kein Feuer vorzufinden - ein Lockführer hatte die abflammenden Gase der Kläranlage mit einem Wohnhausbrand verwechselt! Also rückten die Einsatzkräfte wieder ab und an die Leitstelle wurde "Fehlalarm“ gemeldet.

Nach dem Aufrüsten der Fahrzeuge wurden erschöpft die Schlafräume bezogen. Doch der Schlaf war noch nicht tief, als um 1:00 Uhr wieder die Sirene ertönte. Die Leitstelle meldete: "Wohnhausbrand auf dem Eichbühlhof! Eine Person vermisst!" Der Gruppenführer Jugendfeuerwehrwart Simon Schmidt nahm den Einsatz an und die Fahrzeuge rückten wieder aus. Auf der Anfahrt sahen die Jugendlichen schon mit großen Augen den Feuerschein. Also war für alle klar, jetzt wird es ernst! Brandobjekt war ein aufgebautes Übungshaus aus Holz. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle stand das Gebäude bereits im Vollbrand und ca. 8 Meter hohe Flammen schlugen in den dunklen Himmel. Die Menschenrettung hatte Vorrang und so wurden dann gleich zwei Trupps losgeschickt. Die vermisste Person konnte sich glücklicherweise in Sicherheit bringen. In sicherer Entfernung wurde sie dann versorgt und betreut. Zeitgleich wurde eine ca. 250 m lange Wasserleitung vom Brandweiher zum Löschfahrzeug aufgebaut und so konnten nach kurzer Zeit sechs Rohre in Stellung gebracht und ein wirkungsvoller Löschangriff und mehrere Riegelstellungen in Angriff genommen werden.
Nach kurzer Zeit gab es große Aufregung, als ein Einsatzfahrzeug der Polizei mit Blaulicht an der Einsatzstelle eintraf! Mehrere Anrufer hatten Feuerschein auf dem Eichbühlhof gemeldet. Die Polizei rückte schon nach kurzer Zeit natürlich mit großer Erleichterung wieder ab. Zum Glück wusste die Feuerwehrleitstelle Lörrach über das Treiben Bescheid und so konnten die Aktiven Kameraden gemütlich weiterschlafen.
Gegen 3:00 Uhr war das Feuer aus, die Nachlöscharbeiten abgeschlossen und man konnte wieder abrücken! Für die Ausbilder war es schön, denn die Kids waren so erschöpft,
so dass die Lichter sofort aus waren und alle tief schliefen.

Gegen 6:30 Uhr wurde der Feuerwehrnachwuchs jedoch aus dem Schlaf gerissen! Alarm: "Person zwischen Schloss Schönau und Wassersportgelände vermisst!" Trotz der großen Erschöpfung der Jugendlichen konnte die Person gefunden werden.

Nach dem Frühstück ertönte die Sirene bereits zum vierten mal! Eine 80 m lange Ölspur musste abgestreut und die Straße gereinigt werden - auch diese ungeliebte Aufgabe muss die Feuerwehr bewältigen.

Nach diesem Einsatz ging es ab ins Schwimmbad, um sich abzukühlen (oder auch zu schlafen :-)).

Zum Mittagessen traf man sich wieder im Gerätehaus, danach stand die notwendige Fahrzeug- und Grätehausreinigung auf dem Programm. Schläuche rollen, Fahrzeuge waschen …

Mit großem Erstaunen schauten sich die Leute an, als um 14:30 wieder die Sirene ertönte. Ein schwerer Verkehrsunfall beim Kraftwerk Schwörstadt wurde von der Leitstelle gemeldet. Diesmal rückte die Jugendfeuerwehr mit LF 16 und LF 16-TS aus. Am Einsatzort musste die  Unfallstelle gesichert und eine Personenrettung durchgeführt werden.

Gegen 17:00 Uhr waren dann alle Gerätschaften wieder einsatzbereit und es gab eine Abschlussbesprechung.


An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal besonders bei allen Aktiven sowie der Führung der Feuerwehr Schwörstadt für die tatkräftige Unterstützung bedanken! Vielen Dank auch an meinen Stellvertreter Ralf Stobbe der mich immer unterstützt! Ohne Eure Hilfe wäre das alles nicht möglich gewesen!!!

Ein großes Lob möchte ich den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Schwörstadt aussprechen - sie haben wirklich jede Aufgabe vorbildhaft gemeistert und ich bin echt stolz auf unseren Nachwuchs. In diesen 24 Stunden hat sich gezeigt, dass die vielen Übungsstunden übers Jahr auch bei einem "Ernstfall" mit Erfolg umgesetzt werden können.

Zum Schluss möchte ich noch dem Sägewerk Frank danken, für das gespendete Holz, das wir für den Bau des Brandhauses benötigten. Ebenfalls bedanken wir uns bei der Feuerwehr Bad Säckingen für die Bereitstellung der Übungspuppe.

Simon Schmidt
Jugendfeuerwehrwart


Im Namen des Kommandos der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Schwörstadt möchte ich unserem Jugendwart Simon Schmidt und seinem Stellvertreter Ralf Stobbe sowie allen anderen Helfern, die zum Gelingen dieses "Berufsfeuerwehrtages" beigetragen haben, danken. Es steckte sehr viel Arbeit in diesem Tag - neben dem Vorbereiten der "Einsätze" auch das Organisieren des Essens, der Spiele, etc.

Ein großes Kompliment den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, die ihr Können bestens unter Beweis stellten. Der Spaß in diesen 24 Stunden stand zwar im Vordergrund, es war jedoch auch sehr viel harte Arbeit, die alle mit Bravour meisterten.

Wir können stolz sein, solch eine Jugendfeuerwehr zu haben.

Daniel Ebi
Abteilungskommandant

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