Hauptversammlung am 15.03.2014


In der diesjährigen Hauptversammlung standen neben den üblichen Jahresberichten auch Neuaufnahmen, Beförderungen, Ehrungen und satzungsgemäß die Wahlen des Kommandanten und dessen Stellvertreter auf der Tagesordnung. 

Hier ein Bericht der Badischen Zeitung:

Bericht aus der Badischen Zeitung zur Hauptversammlung am 15.03.2014


Der Feuerwehr fehlt der Nachwuchs

Auch spezielle Aktionnen konnten in Schwörstadt die Jugendabteilung nicht verstärken / Rolf Gentner wird Ehrenmitglied


SCHWÖRSTADT. Die Feuerwehr der Gemeinde bleibt für alle Fälle gut gerüstet, auch wenn sie jetzt ein Auto weniger hat. Der 50 Jahre alte Unimog wurde nämlich ausgemustert, weil nunmehr so viele und schwere Schäden auftraten, die nicht nur die Einsatzfähigkeit behinderten, sondern auch sehr teuer wurden.

Wie Kommandant Gerd Bühler in seinem Bericht zur Hauptversammlung am Samstagabend mitteilte, setzte die Gemeinde im Vorjahr mehr als 43 000 Euro für die Feuerwehr ein, Bürgermeister Artur Bugger versicherte, dass auch künftig all das, was notwendig sei, beschafft werden könne. Schließlich gehe es stets um das Wohl der Einwohner. Er dankte allen Kameradinnen und Kameraden, die sich dafür einbringen, ebenso ging sein Dank auch an die Familien, die eine wertvolle Unterstützung leisten.

Wie sehr sich langfristige Arbeit lohne, zeige die zur Hauptversammlung erfolgte Ehrung von Bernhard Bühler, Daniel Ebi, Marcus Kiefer und Holger Meyer für ihre 20 Jahre andauernde Mitarbeit, die allesamt bei der Jugendfeuerwehr begannen und heute hoch qualifizierte Feuerwehrmänner sind, zum Teil sogar in Führungsfunktionen.



Bei der Wahl des Kommandanten und seines Stellvertreters erhielten die bisherigen Amtsinhaber (linkes Bild) Gerd Bühler (rechts) und Daniel Ebi jeweils 46 von 48 Stimmen. Rolf Gentner (rechtes Bild, rechts) erhielt für 40 Jahre aktive Dienstzeit das Feuerwehrehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Gold und wurde anschließend zum Ehrenmitglied ernannt. Fotos: Rolf Reißmann

Das vorige Jahr sei wieder mal ein ruhiges gewesen, meinte Kommandant Bühler, denn nur insgesamt 13 Alarmierungen gab es, mit nur kleineren Notfällen. Die drei Kaminbrände waren schnell gelöscht, die technischen und sonstigen Hilfeleistungen waren nicht zu kompliziert und Ölspuren sind ohnehin kein großes Problem. Dennoch wurde bei diesen Einsätzen auch ein Mensch gerettet.

Ein großes Problem sei die Entwicklung der Jugendfeuerwehr. In den zurückliegenden Jahren konnte die Feuerwehr ihren Nachwuchs nahezu vollständig daraus gewinnen. Zwar wurden zur Hauptversammlung erneut fünf Kameraden in die Einsatzabteilungen aufgenommen, doch nunmehr fehlen jüngere Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. In der Abteilung Schwörstadt ist gar nur noch ein Jugendlicher aktiv, für ihn allein gibt es keine gesonderte Ausbildung mehr, er darf in der Aktivabteilung weiter proben. Wenn er in wenigen Monaten 17 Jahre alt wird, wechselt er offiziell. In Dossenbach arbeitet noch eine Jugendgruppe, doch auch hier fehlen seit langem die Neueintritte. Enttäuscht waren die Feuerwehrleute, dass im Herbst zu einem Präsentationsnachmittag keine Kinder und Eltern gekommen waren. Nun wollen sie versuchen, ab Frühjahr mit einer Kindergruppe die Jüngsten im Ort zunächst einmal nur etwas neugierig auf die Feuerwehr zu machen. Claus Werner, Stellvertreter des Kreisbrandmeisters, erklärte dazu, dass dies leider ein Problem im gesamten Landkreis sei. Ob daran die mediale Vielfalt oder die Abneigung gegen disziplinierte und geordnete Freizeitbeschäftigung die Ursache sei, müsse noch geklärt werden. Erstmals in neuer Funktion war Dietmar Müller zu Gast. Seit dem 12. März ist er Stadtbrandmeister in Rheinfelden, er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit, denn beide Feuerwehren betreiben mehrere gemeinsame Ausbildungsprojekte. Anderseits hob Bürgermeister Bugger die stets schnelle Hilfe mit der Rheinfelder Drehleiter hervor. Feuerwehr sei auch Herzenssache und man sei stets so stark, wie der Partner ist, meinte Müller.

Mitglieder (Einsatzabteilung): 66, davon 39 ausgebildete Atemschutzträger, 22 Maschinisten, vier Zug- und zehn Gruppenführer. Drei Löschfahrzeuge und ein Mannschaftstransportwagen stehen zur Verfügung.

Wahl: Bei der Wahl des Kommandanten und seines Stellvertreters erhielten die bisherigen Amtsinhaber Gerd Bühler und Daniel Ebi jeweils 46 von 48 Stimmen.

Kontakt: hier


Quelle: Badische Zeitung vom 17.03.2014


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