Einsatzbericht Nr. 1 / 2009

Datum:

18.01.2009

Alarmzeit:

23:08 Uhr

Einsatzende:

02:00 Uhr

Einsatzort:

B34 - Hauptstraße

Kategorie: Technische Hilfe
Ereignis: Pkw auf Seite/Dach liegend, Person eingeklemmt
Mannschaftsstärke: 27 Bereitschaft: 0
Eingesetze Fahrzeuge: LF16, LF16-TS, MTW
Sonstige Feuerwehren: Abt. Dossenbach (LF8/6)
Eingesetzte Organisationen: Rettungsdienst, Notarzt, Rega, Polizei, Abschleppdienst
Menschenrettung: Ja


Foto: Polizeidirektion Lörrach


Foto: Hildegard Siebold (Badische Zeitung)


Foto: Daniel Philipp (Freiwillige Feuerwehr Schwörstadt)


Foto: Daniel Philipp (Freiwillige Feuerwehr Schwörstadt)

Zeitungsbericht der Badischen Zeitung vom 20.01.2009

Schwerverletzt aus Autowrack geholt

SCHWÖRSTADT. Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es in der Nacht zum Montag auch auf der B 34 in Schwörstadt. Bei eisglatter Fahrbahn verlor ein Schweizer Autofahrer die Kontrolle über seinen BMW und musste mit lebensgefährlichen Verletzungen im Rettungshubschrauber nach Zürich geflogen werden. Die Feuerwehr der Abteilungen Schwörstadt und Dossenbach waren mit über 40 Mann am Unglücksort, um den Verunfallten aus dem zerstörten Wrack zu befreien.

Glatteis herrschte Sonntagnacht in Schwörstadt, als ein 37-jähriger Mann aus der Schweiz gegen 23 Uhr mit seinem BMW auf der Bundesstraße 34 von Bad Säckingen in Richtung Rheinfelden fuhr. Offensichtlich zu schnell war der Fahrer für diese Straßenverhältnisse unterwegs, als das Auto im Bereich des Anwesens 181, kurz nach der Abzweigung Dossenbacher Straße, zu schleudern begann und nach rechts von der Fahrbahn geriet. Das Fahrzeug drehte sich und rutschte im rechten Winkel zur Fahrbahn eine 20-prozentige Rampe hoch, die mit einem Geländer aus Stahlrohren versehen ist. Durch den Aufprall brach das Geländer und ein Rohr bohrte sich durch die Windschutzscheibe in den BMW-Fahrer. Anschließend kippte das Fahrzeug zurück auf die Fahrbahn und kam auf dem Dach zum Liegen. Weitere Fahrzeuge waren nach Angaben der Polizei nicht involviert.

Über eine Stunde dauerte es, bis das Unfallopfer aus dem Autowrack befreit werden konnte. "Das Auto war auf Fahrerseite knapp 30 Zentimeter eingedrückt. Wir mussten das Dach aufklappen und den Fahrer mit der hydraulischen Schere herausholen", erklärt der Gesamtkommandant der Feuerwehr Gerd Bühler die Unfallsituation, der mit über 40 Mann aus den Abteilungen Schwörstadt und Dossenbach am Unfallort war. "Aufgrund der schweren Verletzungen musste der Fahrer erst vom Rettungsdienst im Wrack versorgt werden, bevor wir mit der Befreiung beginnen konnten", so Bühler.

Der alarmierte Notarzt forderte einen Rettungshubschrauber an, der den schwerverletzten Schweizer sofort in eine Klinik nach Zürich flog. Aufgrund der Verletzungen, die er sich zugezogen hat, schwebt das Unfallopfer nach Angaben der Polizei weiterhin in Lebensgefahr.

Den genauen Schaden am Fahrzeug und dem Geländer kann die Polizei noch nicht beziffern, es wird jedoch von mehreren tausend Euro ausgegangen.

Quelle: Badische Zeitung vom 20.01.2009