Einsatzbericht Nr. 14 / 2009

Datum:

05.11.2009

Alarmzeit:

05:16 Uhr

Einsatzende:

08:00 Uhr

Einsatzort:

Baummattstraße - Sägewerk

Kategorie: Großbrand
Ereignis: Brand in der Produktionshalle
Mannschaftsstärke: 30 Bereitschaft: 0
Eingesetze Fahrzeuge: LF16, LF16-TS, TLF8, MTW
Sonstige Feuerwehren: Abt. Dossenbach (LF8/6), FF Abt. Rheinfelden (LF16, LF8, DLK23/12, ELW1) FF Abt. Schopfheim (ELW1 wegen Wärmebildkamera)
Eingesetzte Organisationen: Rettungsdienst, Notarzt, Polizei
Menschenrettung: Nein


Foto: Polizei Rheinfelden


Foto: Polizei Rheinfelden


Foto: Polizei Rheinfelden

Zeitungsbericht der Badischen Zeitung vom 06.11.2009

Verdacht auf Brandstiftung

ERNEUT BRAND IN SCHWÖRSTADTER SÄGEWERK

SCHWÖRSTADT. Ein Feuer am frühen Donnerstagmorgen in der neuen Sägehalle der Firma Holz Frank verlief dank des schnellen und beherzten Eingreifens der Feuerwehr zum Glück noch einmal glimpflich. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung gegen Unbekannt. Aus bisher noch ungeklärter Ursache war in der Halle gegen 5:16 Uhr morgens ein Feuer ausgebrochen. Allerdings deuten Spuren am Brandherd auf Brandstiftung hin. Die Kriminalpolizei ermittelt.


Unter dem schrägen Laufband ist das Feuer ausgebrochen. Zwei Stunden später war kaum noch eine Spur des Brandes zu entdecken. | Foto: Ralf Dorweiler

Passanten hatten starke Rauchentwicklung bemerkt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Der Brand wurde schnell gelöscht, und die Arbeit im Sägewerk konnte gestern bereits fast wieder normal weitergehen. Nur die Sägehalle wird wohl rund zwei Wochen geschlossen bleiben. "Für unsere Kunden kommt es zu keinerlei Einschränkungen. Alles läuft ganz normal weiter. Wir arbeiten mit benachbarten Sägewerken zusammen", betonte Geschäftsführer Bernhard Weiß, der am Morgen gleichzeitig mit der Feuerwehr angekommen war. Neben der Gesamtwehr Schwörstadt-Dossenbach wurde auch Vollalarm für die Feuerwehr Rheinfelden ausgerufen. Insgesamt 100 Rettungskräfte und acht Fahrzeuge waren vor Ort, auch die Drehleiter, da man nicht wusste, wie das Feuer sich entwickeln würde. Angefordert wurden auch Atemschutzwagen und Wärmebildkamera. Zum Glück fanden die Feuerwehrleute aber nur einen relativ kleinen Brandherd vor. Vier Wagen mit Holzabfällen standen in Brand, durch die Hitze war auch der darüber befindliche Pufferquerförderer, ein Maschinenteil des Sägewerks, betroffen. Die Wagen wurden nach draußen befördert und dort abgelöscht. "Die Feuerwehr hat perfekt gearbeitet", lobte Bernhard Weiß, der den entstandenen Schaden gestern noch nicht beziffern konnte. "Auf jeden Fall haben wir viel, viel Glück gehabt", sagte er.

Die Brandursache gilt als noch ungeklärt. Weiß: "Die Anlage ist nachts komplett stromlos. Eine Zündquelle aufgrund von technischem Versagen schließe ich darum weitgehend aus." Die Polizeidirektion Lörrach hat Ermittlungen wegen der Brandursache aufgenommen. Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden, da auch eine zweite Stelle gefunden wurde, wo das Feuer aber wohl von alleine ausgegangen ist.

Zu einer katastrophalen Brandstiftung war es vor drei Jahren gekommen. Damals war ein Großteil des Unternehmens abgebrannt. Dass es dieses Mal glimpflich ablief, schrieb der Kommandant der Gesamtwehr Schwörstadt-Dossenbach, Gerd Bühler, der frühen Meldung zu. "Zehn Minuten später und die Sache hätte ganz anders aussehen können."

Die Kriminalpolizei sucht Zeugen: Tel. 07621/1760 oder vertraulich: Tel. 07621/176800

Quelle: Badische Zeitung vom 06.11.2009