Einsatzbericht Nr. 10/2010

Datum:

25.07.2010

Alarmzeit:

00:18 Uhr

Einsatzende:

03:30 Uhr

Einsatzort:

Rhein zwischen Wassersportvereinsgelände und Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt

Kategorie: Sonstige Hilfeleistung
Ereignis: Person im Rhein vermisst
Mannschaftsstärke: 30 Bereitschaft: 0
Eingesetze Fahrzeuge: HLF20/20, LF16-TS, MTW
Sonstige Feuerwehren: Abt. Dossenbach (LF8/6), FF Grenzach-Wyhlen (ELW1, GW+Boot, RW1, MTW), Fw. Möhlin (Boot), BF Basel (Boot)
Eingesetzte Organisationen: Rettungsdienst, Notarzt, DLRG, Polizei mit Hubschrauber, KIT
Einsatzbericht Nr. 11/2010
Datum:

25.07.2010

Alarmzeit:

10:00 Uhr

Einsatzende:

11:30 Uhr

Einsatzort:

Rhein zwischen Wassersportvereinsgelände und Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt

Kategorie: Sonstige Hilfeleistung
Ereignis: Person im Rhein vermisst - erneute Suche
Mannschaftsstärke: 30 Bereitschaft: 0
Eingesetze Fahrzeuge: HLF20/20, LF16-TS, TLF8, MTW
Sonstige Feuerwehren: -
Eingesetzte Organisationen: Polizei, Wasserschutzpolizei

Zeitungsbericht der Badischen Zeitung vom 26.07.2010

Vermisster Schwimmer: Kaum noch Hoffnung auf Rettung

Zwei junge Männer sind bei einer Beach-Party in Schwörstadt in den Rhein gesprungen - doch nur einer kehrte an Land zurück. Retter suchten stundenlang den Fluss ab. Vergebens.


Die Rheinstromtage werden von der Suche nach einem vermissten 29-jährigen Schwimmer überschattet | Foto: Jannik Schall

Kurz vor Mitternacht wurden die Rettungs- und Hilfskräfte am Samstag alarmiert, nachdem der 29-jährige Gast als vermisst gemeldet wurde. Nach den vorläufigen Erkenntnissen der Polizei war der Mann in Bermuda-Shorts und T-Shirt zusammen mit einem 23-Jährigen in den Fluss zum Schwimmen gesprungen. Als der jüngere merkte, dass die Strömung zu stark wird, schwamm er wieder zurück. Der 29-Jährige, der aus dem Raum Bahlingen stammt, kehrte nicht mehr ans Ufer zurück.

Sofort wurde eine große grenzüberschreitende Such- und Rettungsaktion in Gang gesetzt. Die für den Rhein in diesem Abschnitt verantwortliche Feuerwehr Grenzach war mit im Einsatz. Die Feuerwehren Schwörstadt und Dossenbach durchstreiften mit mehr als 40 Mann das Ufer zwischen Kraftwerk Schwörstadt und Festgelände.

Auf dem Rhein suchten die DLRG Rheinfelden mit Boot und Taucherfahrzeug nach dem Mann, bei dem es sich dem Vernehmen nach um einen guten Schwimmer handeln soll, der unter anderem bei einer Spezialeinheit der Marine ausgebildet war. Verstärkt wurden die Rettungskräfte durch die Feuerwehr Möhlin, die die Schweizer Uferseite im Boot absuchte, sowie von der Berufsfeuerwehr Basel mit einem weiteren Boot und der Wasserschutzpolizei.

Die Polizei, die mit mehreren Streifen vor Ort war, setzte außerdem einen Hubschrauber für die Suche mit Wärmebildkamera ein. Gegen vier Uhr wurde die Aktion aber ergebnislos abgebrochen. Am Sonntagvormittag nahmen die Schwörstädter Feuerwehr und die Polizei die Suche erneut auf. Am Mittag stellten beide ihre Aktionen aber ein, da sich keine neuen Anhaltspunkte fanden. Den Fluss behalten aber weiter die Wasserschutzpolizei sowie der Veranstalter mit einem Boot im Auge.

Ob es sich bei dem am Ufer gefunden schwarzen T-Shirt um ein Kleidungsstück des Vermissten handelt, ist noch nicht ermittelt. Eine erste Hoffnung, dass es sich bei einem in einem Kornfeld liegenden Betrunkenen um den Gesuchten handeln könnte, hat sich als falsche Hoffnung erwiesen. Die Polizei hat angesichts der starken Strömung inzwischen kaum mehr Hoffnung, den Gesuchten noch lebend zu finden.

Mindestens 3000 Gäste hatten sich nach Angaben des Wassersportvereins Rheinstrom am Samstag zur Beach-Party im Rahmen der Rheinstromtage eingestellt. Zum Schutz der Besucher hat der Veranstalter nach eigenen Angaben den Zugang zum Rhein abgesperrt, obwohl dies keine Auflage für die Veranstaltung darstelle. Die bekannte und populäre Wassersportveranstaltung wurde am Sonntag fortgesetzt.

Quelle: Badische Zeitung vom 26.07.2010


Zeitungsbericht der Badischen Zeitung vom 29.07.2010

Schwimmer tot geborgen

Am Rheinkraftwerk Ryburg.

RHEINFELDEN (BZ). Der seit Samstagabend in Schwörstadt vermisste Mann ist tot aufgefunden worden. Wie berichtet war der 29-Jährige mit einem Bekannten gegen 23 Uhr zum Baden in den Rhein gesprungen. Während es diesem gelang wieder an Land zu kommen, verschwand er in den Fluten. Suchaktionen der Rettungskräfte in der Nacht und an den folgenden Tagen blieben erfolglos. Gestern Morgen gegen acht Uhr entdeckten Mitarbeiter des Rheinkraftwerks Ryburg am Rechen einer Turbine eine Leiche. Die männliche Person konnte geborgen und identifiziert werden. Es handelte sich um den seit Samstag vermissten 29 Jahre alte Mann.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Lörrach und der Wasserschutzpolizei Breisach ergaben keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden. Vielmehr muss von einem Badeunfall ausgegangen werden. Die Staatsanwaltschaft wurde verständigt und muss entscheiden, ob der Tote obduziert wird.

Quelle: Badische Zeitung vom 29.07.2010